Mit durchschnittlich 1917 Sonnenstunden im Jahr ist Usedom die sonnenreichste Gegend Deutschlands. Im Mittel scheint die Sonne auf Usedom jeden Tag also ungefähr fünf Stunden. An durchschnittlich 9 Tagen im Monat fällt Regen; die mittlere Niederschlagsmenge von ca. 50 Millimeter pro Monat ist recht gering. Das Klima Usedoms ist vom Übergang zwischen dem durch die Ostsee gegebenen Meeresklima und dem Kontinentalklima, das von der nahen Landmasse Polens bestimmt wird, geprägt. Dieses Zusammenspiel ist einer der Gründe für die lange Sonnenscheindauer. Durch die salz- und jodhaltige Seeluft herrscht ein gesundes Reizklima, das Haut – und Atemwegserkrankungen günstig beeinflusst.
Regelmäßig konstantes Hochdruckwetter bewirkt in den Sommermonaten Juni, Juli und August fast immer Temperaturen von über 20°C. Werte um 30°C werden auf der Ostsee-Insel Usedom indes selten erreicht, da der dann vorherrschende Seewind eine angenehme Abkühlung mit sich führt. Bedingt durch die wärmespeichernden Wassermassen von Achterwasser, Peenestrom, Stettiner Haff und Ostsee bietet Usedom einen langen, warmen Herbst, meist bis zum Ende Oktober. Der Herbst ist eine der schönsten Jahreszeiten an der Ostseeküste.
Im Winter sind Dauerfröste auf Usedom selten. Erst stabile Hochdrucklagen mit einer nordöstlichen Windrichtung können die Temperaturen auf -20°C fallen lassen. Ausgedehnte Strandspaziergänge sind dann auch mit warmer Kleidung kaum mehr möglich. Die zugefrorene Ostsee und Achterwasser mit sich türmenden Eisschollen sind jedoch eine beeindruckende Entschädigung für den eisigen Wind. Der Winterurlaub auf der Insel wird immer beliebter, was zum Teil an den günstigen Unterkünften aber auch an der abnehmenden Schneesicherheit in den Wintersportgebieten liegen mag.
